Wir bieten Ihnen mit unserem Ratgeber PR Praxis wertvolle PR-Trends. Vertrauen Sie uns, wenn es darum geht, Sie PR-technisch zu unterstützen und auf dem aktuellen Stand zu halten. Nur wer mit der Zeit geht, kann auf Dauer Erfolg haben. Nutzen also die Tipps unserer kompetenten Redaktion.
Mehr Aufmerksamkeit durch "Trittbrettfahren"
Längst ist es eine Binsenweisheit, dass es eine besondere Kunst der PR ist, gezielt attraktive Anlässe zu schaffen, über die die Presse gerne berichtet.
Nicht immer jedoch müssen Sie selbst Aufhänger für PR-Aktionen inszenieren. Gelegentlich bietet es sich an, sich mit eigenen pressewirksamen Aktivitäten an aktuelle Ereignisse einfach "dranzuhängen" und so von der ohnehin vorhandenen öffentlichen Aufmerksamkeit zu profitieren.
Wir stellen Ihnen 2 besonders erfolgreiche Ideen für "Trittbrett-PR" vor.
1. PR-Kampagne mit Hollywood- Touch
Die alljährlichen Oscar-Verleihungen in Hollywood nahm der Kreditkarten-Anbieter Visa zum Anlass für eine glamouröse PR-Aktion. Die Grundidee: Die Kunden sind die Stars.
Im Auftrag von Visa machten sich vermeintliche Paparazzi in den Fußgängerzonen von 26 deutschen Städten auf die Suche nach Inhabern und Nutzern der gleichnamigen Kreditkarte.
Die überraschten Kunden wurden zu einer ausgiebigen Spazierfahrt in einer amerikanischen Stretchlimousine eingeladen. Die Fahrt endete mit einer Einladung ins Kino, in Szenebars oder In-Restaurants.
Um das Star-Feeling für die Kunden komplett zu machen, wurde ihnen beim Aussteigen ein roter Teppich entrollt. Zusätzlich sorgte das Blitzlichtgewitter der wartenden Fotografen für Aufsehen.
Als Beweis ihres - wenn auch kurzen - Starlebens erhielten die Visa- Kartennutzer ihre Paparazzi"-Fotos als Geschenk.
Unter allen Teilnehmern der Aktion verloste Visa Erlebnisreisen nach Venedig oder Hollywood, wo die Hobby-Stars die echten Reichen und Schönen treffen konnten.
2. Golfen auf dem Großstadt-See
Seit 2 Jahren lockt das hochkarätige Golfturnier Deutsche-Bank-SAPOpen Golf-Fans aus aller Welt nach Hamburg. Kein Wunder, denn hier spielen internationale Stars wie Tiger Woods oder Bernhard Langer.
Der Kaffeeröster Tchibo nutzte den Rummel um das Hamburger Sportereignis, um seine eigenen Golf-Aktivitäten ins Licht zu rücken. Seit mehreren Jahren arbeitet Tschibo mit Golf & Country-Clubs zusammen, hat einen eigenen Golfclub gegründet und und bietet günstige Golf- Pakete an.
Unter dem Motto: "Beat the Pro", inszenierte Tchibo ein eigenes Golfturnier. Jeder, der Lust hatte, konnte vom Ufer der Alster aus auf ein mitten auf dem See schwimmendes Grün abschlagen und versuchen, das Loch zu treffen.
Den Tagessiegern winkte eine ganzjährige kostenlose Golfclub-Mitgliedschaft. 5 Hobbygolfer erhielten eine Einladung für das SAP-Turnier und durften dort tatsächlich neben den Superstars aufschlagen.
Optimieren Sie Ihre Pressearbeit durch Storytelling
Die Anzahl der täglich verbreiteten Pressemitteilungen steigt ständig. Kein Wunder also, dass es für PR-Leute zunehmend schwieriger wird, Abdrücke ihrer Botschaften zu erzielen. Deshalb wenden sich immer mehr PR-Profis von dem ungeschriebenen Gesetz ab, dass eine gute Pressemitteilung stets sachlich zu sein hat. Denn es ist kein Geheimnis, dass Journalisten gerne Geschichten aufgreifen, die Emotionen wecken, in Erinnerung bleiben und weitererzählt werden. Aus dieser Erkenntnis ist der PR-Trend "Storytelling" entstanden. Dahinter steckt die Idee, ein Produkt nicht durch Fakten, sondern durch Emotionen zu vermitteln. Dabei wird die Geschichte als ganzheitliches oder vollständiges systemisches Szenario gesehen, das nicht Faktenwissen, sondern Emotionen vermitteln soll.
Der Begriff Storytelling stammt aus den USA. Diese PR-Trend findet aber auch in Europa immer mehr Anhänger. Storytelling wird auch "Harun-al-Raschid-PR" genannt. Denn dieser persiche Kalif wusste bereits vor 1.200 Jahren um die Macht von Geschichten. Heutzutage nutzen auch die PR-Abteilungen großer Unternehmen wie Siemens und Xerox diese Kommunikationsmethode. Denn sowohl Mitarbeiter als auch Kunden lassen sich stärker von gut erzählten Geschichten beeindrucken als von noch so eindrucksvollen Umsatzzahlen. Die Kultur eines Unternehmens lässt sich nämlich durch glaubwürdige Erfahrungsberichte viel besser vermitteln als durch abstrakte Umsatzzahlen.
Was sich hinter diesem PR-Trend verbirgt und wie Sie davon profitieren
Übersetzt heißt Corporate Volunteering "gemeinnütziges Unternehmensengagement". Dahinter verbirgt sich die Idee, dass sich Mitarbeiter eines Unternehmens eine begrenzte Zeit lang freiwillig für eine gesellschaftlich benachteiligte Gruppe engagieren. Für dieses soziale Engagement werden sie von ihren Unternehmen vorübergehend freigestellt und "ausgeliehen".
Das Konzept - bisweilen auch etwas prosaisch als "Praktikum im Leben" bezeichnet - stammt aus den USA, wo das gemeinnützige Unternehmensengagement bereits zu einem selbstverständlichen Bestandteil der Wirtschaftskultur geworden ist. In Deutschland hingegen gibt es bisher noch wenige Unternehmen, die solche Projekte für ihre Mitarbeiter anbieten. Erst langsam erkennen sie deren Nutzen, der nicht nur im Imagegewinn für das Unternehmen, sondern zu einem großen Teil auch in der Persönlichkeitsentwicklung der Mitarbeiter zu suchen ist.
Richten sich die meisten Corporate-Volunteering-Programme an Mitarbeiter aller Unternehmensebenen, so existieren inzwischen auch Projekte, die sich speziell an Führungskräfte wenden.
Beispiele
Bei DaimlerChrysler hat sich das einwöchige Sozialpraktikum "Seitenwechsel" als fester Bestandteil im Personalentwicklungsprogramm für Führungskräfte etabliert. Ziel der Maßnahme ist es, dass die Manager ihre soziale Kompetenz - wie beispielsweise ihre Kommunikations- und Konfliktfähigkeit - verbessern. Sie sollen die gesammelten Erfahrungen in ihren persönlichen Alltag übernehmen und lernen, sensibler und differenzierter mit ihren Mitarbeitern umzugehen. Führungskräfte, die bei dem Projekt einsteigen, können zwischen verschiedenen sozialen Einrichtungen wählen, zum Beispiel der Sucht- und Drogenhilfe, der Behindertenbetreuung, der Psychiatrie oder dem Hospiz.
Mit dem Projekt "Switch" setzt auch die Siemens AG auf ein Corporate-Volunteering-Projekt, das speziell auf die Belange von Führungskräften ausgerichtet ist. Seit Oktober 1999 schickt der Konzern Führungskräfte zur Förderung ihrer sozialen Kompetenz für eine Woche in soziale Einrichtungen.
Auch zahlreiche mittelständische Unternehmen, wie z. B. das Maschinenbauunternehmen Trumpf in Ditzingen, setzen auf das Projekt "Blickwechsel". Martin Felger, Leiter der Produktionseinheit Strahlführung mit 80 Mitarbeitern, bezeichnet seine Woche in der Behindertenbetreuung Aalen als "echtes, tiefgründiges Erlebnis mit nachhaltigen Eindrücken für den Berufsalltag".
Oder: Wie Sie geschickt mit Ihren Kunden im Netz kommunizieren
Was Ende der 1990er Jahre vage begann, wurde rasend schnell zur weltumspannenden Erfolgsstory: der Weblog. 2007 existierten nach Aussagen des bekanntesten Anbieters von Blog- Suchmaschinen, Technorati, mehr als 60 Millionen Weblogs. Eine rasante Entwicklung innerhalb der vergangenen zehn Jahre. Eine spannende Herausforderung für die PR-Arbeit Ihres Unternehmens, der Sie sich mit wenig Aufwand und mit beachtlichen messbaren Erfolgen stellen sollten. Das Zauberwort heißt: Corporate Weblog - und die Formel dazu bietet Web 2.0.
Die USA als Trendsetter
Unternehmer in den USA haben ihn seit 2004 als Instrument der Werbung und der Kommunikation entdeckt: den Weblog. Und wie so häufig schwappt diese Werbewelle etwas zeitverzögert nach Deutschland. Lassen Sie sich von dieser anfänglichen Euphorie tragen und gehören Sie zu den Pionieren und richten Sie sich Ihren Weblog ein. Vier Gründe sprechen dafür:
Was bedeutet Web 2.0?
Web 2.0 ist nicht mehr und nicht weniger als die Philosophie, mit Hilfe von komplexen Transaktionen oder Applikationen, die durch Technologien wie AJAX ins Web übertragen werden, den Nutzer des Internets in den Mittelpunkt des Geschehens zu rücken. Web 2.0 berücksichtigt die Aspekte von Kommunikation und Dialog mit einem aktiven Kunden. Daher bietet es die ideale Basis einer B2B-Werbung durch Spots, Buttoms und Pop-ups auf der Site
Zwölf Schritte zum Corporate Weblog
1. Lassen Sie durch Ihren IT-Berater die technischen Voraussetzungen prüfen oder informieren Sie sich z. B. im Internet unter Lwoday.net oder Blogger.de.
2. Versehen Sie die Seite mit Ihrem Logo.
3. Stellen Sie mit wenigen Sätzen Image und Ziele Ihres Unternehmens dar.
4. Verweisen Sie auf aktuelle Erfolge.
5. Vermitteln Sie jedem Kunden, wie wichtig Ihnen seine Meinung ist.
6. Laden Sie ihn zu seiner Wertung ein.
7. Treten Sie in den Dialog mit Kunden, beantworten Sie Fragen sehr zeitnah, nach Möglichkeit am gleichen Tag.
8. Entfernen Sie anstößige, abwertende Kommentare sofort, pflegen Sie also die Site sorgfältig.
9. Werten Sie die Hinweise Ihrer Kunden aus.
10. Impressum mit Name, Anschrift und Kontaktadresse mit Verantwortlichkeit sowie HRB-Nummer gut sichtbar einstellen.
11. Plazieren Sie den Link zu Ihrer Homepage, zu Ihren Produkten und Dienstleistungen. Achten Sie dabei auf einfache Navigation für den Kunden.
12. Wollen Sie mit weiteren Firmen an dieser Stelle kooperieren? Vernetzen Sie Ihr Unternehmen!
Fühlt sich der Kunde "im Gespräch mit Ihnen" gut aufgehoben, wird er auch jenseits der virtuellen Welt darüber reden. Sie machen den User Ihres Corporate Weblogs auf geschickte Weise zu Ihrem Öffentlichkeitsarbeiter. Und als versierter PR-Mitarbeiter verstehen Sie es, diesen Effekt zu nutzen und Ihren Kunden einzuladen, auf der Plattform zu plaudern.
Begegnen Sie ihm wie ein aufmerksamer Gastgeber, achten Sie darauf, dass er sich wohlfühlt. Das erreichen Sie mit einem unkomplizierten Layout dieser Seite. Im Mittelpunkt stehen Ihr Logo, Ihre Imagesätze und viel Raum für die Wünsche und Meinungen Ihrer Kunden. Führen Sie sie unterhaltsam, aber dezent durch Ihr Unternehmen.
Benennen Sie einen Kollegen, der für die Redaktion der Seite verantwortlich ist. Denn ein Ansprechpartner suggeriert auch im Netz eine vertrauensvolle Beziehung. Auf diese Weise können Lob und Beschwerden Ihrer Kunden bei Bedarf schnell bearbeitet und Ihr Corporate Weblog weiterentwickelt werden.
PR Praxis verrät Ihnen, wie Sie Ihr Unternehmen in der Öffentlichkeit optimal darstellen. Der Ratgeber gibt Hinweise, wie Sie erfolgreiche PR-Aktionen durchführen und das Unternehmensimage verbessern. Er bietet wertvolle PR-Trends. Passend dazu werden die Faktoren der Corporate Identity, Imagebroschüre und Pressemappen beachtet.
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