In mehr als 40 % aller deutschen Haushalte lebt ein Haustier, insgesamt mehr als 6 Millionen Katzen und 5,5 Millionen Hunde. Allein im letzten Jahr gaben die Deutschen mehr als 3 Mrd. Euro für Ihre Vierbeiner aus.
PR Praxis empfiehlt: Nutzen Sie jetzt diese besondere Affinität der Deutschen zu ihren Tieren für Ihre PR-Aktionen.
Wie die „Tierleasing-Aktion“ eines Gastwirts deutschlandweit Presseberichte zum Nulltarif brachteMit einer findigen Idee löste ein niederbayerischer Gastwirt ein riesiges Presse-Echo aus. Seine Idee: die „Leasing-Sau“. Bei dieser Aktion können die Gäste des Guts Riedelsbach ein Schwein leasen. Für 100 Euro wird dem Kunden nach dem Wurf ein Ferkel reserviert.
Beim Besuch der Gastwirtschaft kann er beobachten, wie es heranwächst: ein beliebter Ausflugs-Spaß für Familien, die bei dieser Gelegenheit natürlich auch regelmäßig zum Essen in die Gastwirtschaft kommen.
Ist die geleaste Sau schlachtreif, wird sie vom Profi geschlachtet und kommt dann in Hälften zu dem vom Gastwirt beauftragten Metzger. Dort kann sich der „Leasing-Kunde“ sein Schwein nach den eigenen Wünschen zerlegen lassen. Die 100 Euro „Leasing-Gebühren“ werden bei den Kosten - rund 250 Euro - angerechnet.
Witzige Extra-Idee: Bei Abschluss des „Leasing-Vertrags“ kann auch gleich für 10 Euro eine Lebensversicherung für das eigene Schwein abgeschlossen werden. Sollte das Tier vor der Schlachtreife sterben, bekommt der Kunde dann ein Ersatz-Schwein.
„Die Leasing-Sau ist wie ein Lauffeuer durch Presse und Radio gerannt“, berichtet der Initiator Bernhard Sitter der
PR Praxis-Redaktion. „Ich habe Zeitungsausschnitte aus ganz Deutschland bekommen.“ Durch einen Bericht in einem lokalen Blatt wurde die Deutsche Presseagentur (dpa) auf die „Leasing-Sau“ aufmerksam und verbreitete die Geschichte bundesweit. Der Gastwirt selbst hat keinen Cent für PR ausgegeben.
Die Idee ist dabei mehr als nur ein witziger PR-Gag: Das Vertrauen vieler Verbraucher in Fleisch ist seit dem BSE-Skandal empfindlich gestört. Hier greift die Idee von Gastwirt Sitter: Er ermöglicht es dem Kunden, die Aufzucht seines Schweins zu beobachten. Der Kunde kann sich bei seinen Besuchen davon überzeugen, dass die Tiere mit Futter aus biologischem Anbau großgezogen werden. Das stärkt das Vertrauen und bindet die Kunden.
PR Praxis-Tipp: Die Presse springt gern auf einen griffigen und überraschenden Titel an: Die Aktion unter dem Schlagwort „Leasing-Sau“ weckte sofort die Neugier und das Gefühl, da könnte eine interessante Geschichte dahinter stecken. Achten Sie also darauf, für Ihre Aktion einen ebenso ansprechenden Titel zu finden.
2 Ideen, wie Sie auch ohne Leasing-Möglichkeit erfolgreich auf tierische Imageträger setzen - Hunde als mobile Imageträger
Auch der Möbelkonzern IKEA setzte in gezielten lokalen PR-Aktionen auf die Wirkung von Vierbeinern: Um das neue Haustier-Sortiment bekannt zu machen, wurden 40 Hunde mit Umhängen in den bekannten gelb-blauen Farben des schwedischen Möbelhauses ausgestattet und gingen gemeinsam mit ihren Herrchen und Frauchen durch die Züricher Innenstadt spazieren. Der Pulk der Hunde sorgte für großes Aufsehen. Hunderte Passanten blieben begeistert stehen und nahmen die auffälligen IKEA-Slogans und Farben wahr.
Die ungewöhnliche Hunde-Parade sorgte für zahlreiche Berichte in regionalen und überregionalen Fernsehsendern. Das unkonventionelle Bildmotiv schaffte es nicht nur auf die „Vermischtes“-Seite Schweizer Zeitungen, sondern wurde auch in der Süddeutschen Zeitung, in Teilausgaben der BILD-Zeitung und regionalen Tageszeitungen abgedruckt.
- Imagewerbung auf Samtpfoten
Den Aberglauben, schwarze Katzen brächten Unglück, machte sich der Versicherungsanbieter Wilfurth für eine bemerkenswerte PR-Kampagne zunutze: Er staffierte mehrere schwarze Katzen in der Nähe des Firmenstandorts mit einem Stoff-Leibchen aus. Darauf war in weißen Lettern der Name und die Telefonnummer des Unfallversicherers aufgedruckt.
Die Aktion machte den Makler in seinem regionalen Umfeld auf einen Schlag bekannt. Die Berichte, die in den verschiedenen Tageszeitungen über die ungewöhnliche Aktion erschienen, weckten den Ehrgeiz der Passanten: In regionalen Radiosendern konnten Hörer anrufen und berichten, wo die Werbe-Katzen aufgetaucht waren.
PR Praxis-Fazit: Eine solch breite Medienpräsenz hätte der Unternehmer mit einer klassischen PR-Aktion sicher nicht erreicht.